West Side Story

Liebe überwindet Intoleranz und Vorurteile. Steven Spielberg hat das legendäre Musical neu verfilmt
Sechzig Jahre ist es jetzt her, dass der Ori­ginalfilm von Robert Wise in die Kinos kam. Steven Spielberg („Die Verlegerin“) ist der Überzeugung, „dass große Geschichten immer wieder erzählt werden sollten“, und hat das Broadway-Musical neu verfilmt. Seine Version der „West Side Story“ spielt im Sommer 1957, als an New Yorks Upper West Side ganze Wohnviertel abgerissen werden – was den Konflikt zwischen den rivalisierenden Straßenbanden Jets und Sharks noch verschärft. Der Look des Films ist deutlich rauer. Spielberg hat viele Szenen auf der Straße gedreht, die Schauplätze wurden in petrolfarbenes Licht getaucht, die Darsteller sind verschwitzt und dreckverschmiert. Die Handlung selbst, in deren Mittelpunkt die unmögliche Liebe zwischen der Puerto Ricanerin Maria (püppchenhaft: Rachel Zegler) und dem weißen Amerikaner Tony (allzu blass: Ansel Elgort) steht, wurde dagegen kaum verändert. Spielbergs „West Side Story“ überzeugt vor allem dann, wenn sich der Film vom Original entfernt und einzelne Songs neu choreografiert (z. B. „Gee, Officer Krupke“ und „Cool“). Doch ob das reichen wird, um eine neue Generation von Kinogängern für diesen Stoff zu begeistern?

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