Trailer zu ”Goldjungs”

Goldjungs

Der Bankboss pennt, hippe Trader zocken, die kleine Marie träumt vom großen Geld: Aufstieg und Fall der Herstatt-Bank als Satire
Köln, 70er-Jahre. Iwan Herstatts Privatbank boomt. Das liegt vor allem an den „Goldjungs“, einer Gruppe junger und hipper Devisenhändler um Mick Sommer. Die scheffeln tagsüber Millionen, nachts heißt es Sex & Drugs and Rock ’n’ Roll. Das fasziniert die junge Marie Breuer, Tochter einer Näherin. Das Mauerblümchen wird Sekretärin in der Bank — bei Vize-Boss Ferdinand von Broustin. Herr Baron ist ein seltsamer Kauz, sieht sich als Künstler, malt seine neue „Tippse“ — oben ohne. Marie fängt was mit Mick an und beginnt zu spekulieren — auch mit den Ersparnissen ihrer Mutter. Spielverderber beim großen Gezocke ist Buchhalter Lennartz. Der warnt vor den riskanten Spekulationen der Goldjungs und soll bald schon recht behalten. Das Geldhaus gerät in gehörige Schieflage. Boss Herstatt geht lieber golfen, und seine Sekretärin springt vom Dach. So landet Marie in Herstatts Vorzimmer. Doch auch ihr Geld ist weg — und das der Mama. — Ein Stück deutscher Nachkriegsgeschichte: Die Filmsatire basiert auf dem realen Fall der Herstatt-Bank, die 1974 für den bis dahin größten europäischen Bankencrash sorgte. Ein spezieller Fonds entschädigte viele Sparer. Die Autoren Eva und Volker A. Zahn (siehe Kasten) erzählen das zeitgeschichtliche Schurkenstück aus der Sicht einer fiktiven jungen „unschuldigen“ Frau — eine kluge und pfiffige Wahl der Perspektive. Christoph Schnee inszeniert daraus eine launig-skurrile und liebevoll ausgestattete Finanz-Farce, die wie „Wolf of Wall Street“ am beschaulichen Rhein rüberkommt.

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