Don’t Look Up

Bye-bye, Menschheit: Oscar-Preisträger Adam McKay („The Big Short“) entwirft in seiner starbesetzten Satire ein düsteres Weltuntergangs­szenario, das nicht von allen Erdenbewohnern ernst genommen wird
Als Ende 2020 erste Setbilder zu Adam McKays neuem Film erschienen, war die Vorfreude vieler Filmfans groß. Kein Wunder, schließlich standen neben Leonardo DiCaprio („The Revenant“) und Jennifer Lawrence („American Hustle“) auch Meryl Streep („Little Women“), Jonah Hill („War Dogs“), Timothée Chalamet („Dune“) und Cate Blanchett („Oceans’s 8“) vor der Ka­mera. Umso erstaunlicher ist es, dass sich am Ende der zweistündigen Satire eher Ernüchterung als Begeisterung breitmacht. Die Story dreht sich um zwei Astronomen (DiCaprio und Lawrence), die einen Meteor entdecken, der auf direktem Kollisionskurs mit der Erde ist. Um die Menschheit auf die Gefahr aufmerksam zu machen, wenden sie sich an die US-Präsidentin (Meryl Streep) und ihren speichelleckenden Sohn und ­Stabschef (Jonah Hill). Nachdem die beiden der Bedrohung keine Beachtung schenken, gehen die Wissenschaftler an die Öffentlichkeit – mit gemischten Gefühlen und Ergebnissen. Anders als McKays vorherige Filme wie „Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy“ (2004), „The Big Short“ (2015) oder „Vice – Der zweite Mann“ (2018) kann „Don’t Look Up“ leider nur selten mit deren messerscharfen Beobachtungen und bitterbösen Kommentaren zum Weltgeschehen mit­halten. Denn auch wenn die geballte Star­power gehörigen Eindruck macht, wirkt die bereits 2017 geschriebene, an Donald Trumps narzisstische Präsidentschaft und dessen ökologische Ignoranz ­angelehnte Geschichte heute überholt.

DIESEN FILM WÄHLEN