Die Känguru-Verschwörung

Kultautor Marc-Uwe Kling verspricht mehr Känguru als im ersten Film und nimmt die Querdenkerszene aufs Korn
Marc-Uwe (Dimitrij Schaad) hat seiner Nachbarin Maria (Rosalie Thomass) versprochen, ihre Mutter Lisbeth Schlabotnik (Petra Kleinert), die im Internet falsch abgebogen ist und die Klimakrise leugnet, „wieder hinzubiegen“. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Denn auf ihrem Weg zur Conspiracy Convention in Bielefeld geraten Marc-Uwe und das Känguru ins Visier von Verschwörungsguru Adam Krieger (Benno Fürmann) und seinen fanatischen Anhängern. Nach dem Erfolg der „Känguru-Chroniken“ – im Corona-Sommer 2020 entwickelte sich der Film mit rund 800 000 Zuschauern zum Freiluftkinohit – hat Autor Marc-Uwe Kling diesmal selbst die Regie übernommen. Herausgekommen ist dabei eine irrwitzige Nummernrevue, die den Anarchohumor des übertrieben albernen Vorgängers auf die Spitze treibt. Kling inszeniert Marc-Uwes Leben als Sitcom, erfindet eine Dating-App für Querdenker und stellt – warum auch immer – die Varusschlacht zwischen Römern und Germanen nach. Richtig witzig ist der Film eigentlich nie, doch die ebenso abstrusen wie hintersinnigen Drehbucheinfälle dienen einem guten Zweck: Die im Netz kursierenden Verschwörungstheorien werden konsequent bloßgestellt und der Lächerlichkeit preisgegeben. Darauf einen kategorischen Aperitif!

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