Trailer zu ”Yalda”

Yalda

Kann eine zum Tode verurteilte Iranerin auf Gnade hoffen?
Die junge Maryam ist zum Tode verurteilt worden, weil sie bei einem Streit ihren Mann getötet hat. In einer TV-Show trifft sie auf die Tochter des Verstorbenen, ihre ehemalige Freundin Mona. Während die Hintergründe der Tat erläutert werden, hofft Maryam, dass Mona bereit ist, ihr vor laufender Kamera zu verzeihen, denn dann wäre sie frei. Unterdessen dürfen auch die Zuschauer darüber abstimmen, ob die junge Frau begnadigt werden soll. Die Verantwortlichen der Fernsehshow „Freude der Vergebung“ hoffen auf einen reibungslosen Ablauf, doch Maryam sprengt immer wieder den Rahmen der Sendung. Sie bringt Dinge zur Sprache, die sie besser für sich behalten hätte. Und hinter den Kulissen sorgen unvorherge­sehene Ereignisse dafür, dass Maryams Begnadigung in Gefahr gerät. Dass in einer Livesendung über Leben und Tod entschieden wird, klingt makaber. Doch „Yalda“ entstand tatsächlich in Anlehnung an eine populäre iranische TV-Show. Mit ungläubigem Staunen folgt man den Ereignissen, die nahezu in Echtzeit geschildert werden. Der emotionale Ausnahmezustand der Studio­gäste führt immer wieder zu dramatischen Gefühlsausbrüchen und unerwarteten Wendun­gen. Das ist für den Zuschauer auf Dauer ziemlich anstrengend, aber die Furchtlosigkeit, mit der Regisseur Massoud Bakhshi die patriarchalischen Strukturen der irani­schen Gesellschaft offenlegt, lohnt das Hinsehen allemal

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