Trailer zu ”Wonder Wheel”

Wonder Wheel

Woody Allen erzählt von Leidenschaft und Verrat im Coney Island der 50er-Jahre
Alvy Singer, der Icherzähler aus Woody Allens „Der Stadtneurotiker“, ist in Coney Island aufgewachsen – in einem ramponierten Haus direkt unter der Achterbahn. In „Wonder Wheel“ kehrt Woody Allen nun an jenen Ort zurück, der ihn zeitlebens fasziniert hat: den Vergnügungspark von Coney Island in Brooklyn/New York. Kate Winslet spielt die emotional ­angeschlagene Kellnerin Ginny, die mit dem aufbrausenden Karussellbesitzer Humpty (James „Jim“ Belushi) verheiratet ist. Als dessen Tochter Carolina (Juno Temple), auf der Flucht vor ihrem Ehemann, einem gefürchteten Mobster, in Coney Island auftaucht, gerät das fragile Familiengefüge aus den Fugen. Ginny ist heimlich in den attraktiven Rettungsschwimmer Mickey (Justin Timberlake) verliebt. Als der zum ersten Mal mit Carolina ausgeht, verliert die eifersüchtige Ehefrau die Beherrschung. Die farbenprächtigen, kunstvoll ausgeleuchteten Bilder des Oscar-prämierten Kameramanns Vittorio Storaro („Apocalypse Now“) erwecken die 50er-Jahre auf glanzvolle Weise zum Leben. Doch „Wonder Wheel“ ist nicht nur ein visueller Genuss, sondern auch glänzendes Schauspielerkino. Neben Kate Winslet, Juno Temple und Justin Timberlake, dessen Mickey auch als Off-Erzähler fungiert, feiert Jim Belushi (siehe Seite 40) ein furioses Leinwandcomeback. Die Rolle des cholerischen Familienvaters spielt er mit so viel Leidenschaft und Charisma, dass man sich unwillkürlich fragt, warum das Talent des 80er-Jahre-Stars („Homer und Eddie“) bislang so sträflich unterschätzt wurde. Ihn wiederentdeckt zu haben ist das unschätzbare Verdienst des inzwischen 82-jährigen Woody Allen, der von vielen Kritikern bereits abgeschrieben wurde.

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