Trailer zu ”Wind River”

Wind River

In einem Indianerreservat wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ein ortskundiger Jäger und eine unerfahrene FBI-Agentin müssen den Fall gemeinsam lösen.
Der Autor Taylor Sheridan zählt zu den aufregendsten Schreibern in Hollywood. Aus seiner Feder stammen die Drehbücher zu „Sicario“ und „Hell or High Water“ – die den Anfang und den Mittelteil einer Frontier­trilogie über Armut und Gewalt bilden. Den Abschluss, der wie eine Katharsis erscheint, hat er nun selbst gedreht. In den letzten Jahren gab es nur wenige Filme, die mit einer solchen Wucht inszeniert wurden wie „Wind River“. Sheridans Regiedebüt ist furioses, extrem fesselndes und zutiefst erschütterndes Action­kino, nicht weniger als ein Meisterwerk. Jeremy Renner spielt den Fährtenleser und Fallensteller Cory Lambert, der im Indianer­reservat Wind River einen Puma jagt, der es auf das Vieh der Bauern abgesehen hat. In der tief verschneiten Landschaft stößt er tatsächlich auf eine Spur. Wenig später findet er die Leiche einer 18-jährigen Indianerin. Sie war die beste Freundin seiner Tochter, die vor drei Jahren auf ungeklärte Weise ums Leben kam. Die unerfahrene FBI-Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen) soll den Fall aufklären. Weil sie sich in der Gegend nicht auskennt, bittet sie den erfahrenen Jäger um Hilfe. Den wortkargen Naturburschen, der unter einer nicht verarbeiteten Familientragödie leidet, verkörpert Jeremy Renner mit Verletzlichkeit und Entschlossenheit. Während sich der Zuschauer so verloren (und verfroren) wie die FBI-Agentin fühlt, spürt man den Schmerz des traumatisierten Spurensuchers in nahezu jeder Einstellung. Intensiver und aufwühlen­der kann Kino nicht sein.

DIESEN FILM WÄHLEN