Trailer zu ”Verschwörung”

Verschwörung

Nach dem Roman von David Lagercrantz: Lisbeth Salander aus der „Millennium“-Trilogie muss einen Jungen vor russischen Mafiosi beschützen
Ein weltumspannendes Waffensystem, die NSA, ein russisches Gangster­syndikat: In „Verschwörung“, dem vierten Teil der „Millennium“-Saga, ist alles eine Nummer größer. Aber nicht zu groß für Lisbeth Salander, das schwedische Riot-Grrrl, vor dem nach wie vor kein Computersystem sicher ist. Nicht einmal das der National Security Agency. Im Auftrag des Wissenschaftlers Frans Balder (Stephen Merchant) soll die Hackerin den Amerikanern das nukleare Waffenprogramm Firefall stehlen, an dem allerdings noch andere interessiert sind. Unter anderem eine Frau (Sylvia Hoeks), die Lisbeth mit ihrer dunklen Vergangenheit konfrontiert – und deren Schergen vor nichts zurückschrecken. Lisbeth bittet ihren Freund Mikael Blomkvist (Sverrir Gudnason) um Hilfe. Stockholm ist ein sehr finsterer Ort, Schwarz und metallische Farbtöne do­minieren die Szenerie, durchsetzt mit knallroten Akzenten. Der Look ist stylish und trägt die deutliche Handschrift von Regisseur Fede Alvarez („Don’t Breathe“). Für einen Salander fehlt ihm aber die Patina. Claire Foy steht die Rolle der coolen Lisbeth indes gut. Gekonnt vereint sie die Charakteristika ihrer Vorgängerinnen: das Toughe von Noomi Rapace ­gepaart mit der Zerbrechlichkeit von Rooney Mara. Manches geht ihrer Lisbeth allerdings auffallend leicht von der Hand, und man fragt sich, woher sie all diese Hightech-Gadgets hat. Überhaupt hat der düstere Thriller, dem man ohne die Kenntnis der vor­herigen „Millennium“-Krimis nur schwer folgen kann, viel von einem Agenten­actioner. Offensichtlich wollte sich Fede Alvarez für einen Regie-Job bei einem der nächsten James-Bond-Filme empfehlen. Unseren Segen hat er.

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