Trailer zu ”Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit”

Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit

Julian Schnabel („Basquiat“) blickt in die Seele des berühmten ­Malers, den Willem Dafoe hier auf fiebrige Weise verkörpert
Was ich sehe“, glaubt Vincent van Gogh (Willem Dafoe), „kann niemand sonst sehen.“ Im Februar 1888 lässt der Maler das Pariser Großstadtleben hinter sich und macht sich auf den Weg ins südfranzösische Arles, wo er „neues Licht“ zu finden hofft. Der gefeierte Maler und Regisseur Julian Schnabel („Schmetterling und Taucherglocke“) konzentriert sich auf die letzten beiden Jahre des zu Lebzeiten verkannten Künstlers, auf die Freundschaft mit seinem Kollegen Paul Gauguin (Oscar Isaac) und die Beziehung zu seinem Bruder, dem Kunsthändler Theo (Rupert Friend), der vergeblich versucht, ­Vincents Bilder zu verkaufen. Doch im Mittelpunkt des Films steht die Welt, wie van Gogh sie sieht. Mit schwankender Handkamera begleitet Schnabel den rastlosen Maler durch die Natur. Man folgt seinem Blick in den Himmel, läuft durch Wiesen und Felder und spürt dem Wind nach. Der Regisseur will zeigen, welche Emotionen in den Gemälden stecken. Van Gogh malt wie im Fieber, er fürchtet, seinen Verstand zu verlieren. Schnabel hat diese Bewusstseinszustände in rauschhafte Bilder übertragen, spielt mit verschiedenen Tiefenschärfen und illustriert so die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit. Willem Dafoe („The Florida Project“) ist nicht der erste Darsteller, der Vincent van Gogh verkörpert – viele werden sich an Kirk Douglas’ Interpretation aus den 50er-Jahren erinnern, doch ihm gelingt, was nur wenige schaffen: Er spielt sich – im wahrsten Sinne des Wortes – die Seele aus dem Leib. Julian Schnabels Van-Gogh-Porträt wird dem Wesen der Kunst auf eine Weise gerecht, wie nur ­wenige andere Filme.

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