Trailer zu ”Tom of Finland”

Tom of Finland

Touko Laaksonen wurde mit seinen Zeichnungen zur Ikone der Gay Revolution
Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, und der finnische Soldat Touko Laaksonen (Pekka Strang) kehrt in seine Heimat zurück. Frieden findet der ehemalige Soldat allerdings nicht. Touko ist homosexuell, was im Finnland der 50er-Jahre strafbar war. Schwule Männer wurden zur „Heilung“ in Kliniken geschickt. Anschließend sollten sie heiraten und Kinder zeugen. Aus Angst, denunziert zu werden, erzählt Touko selbst seiner Schwester Kaija (Jessica Grabowsky) nichts von seiner Homosexualität. Auch die Beziehung mit dem Tänzer Veli ­(Lauri Tilkanen) führt er im Verborgenen. Einzig in der Kunst kann sich Touko selbst verwirklichen. Seine homo­eroti­schen Bilder, die er unter dem Pseudonym „Tom of Finland“ veröffentlicht, bestärken Männer auf der ganzen Welt darin, ihren Traum zu leben. Der Film lebt von den kleinen intimen Momenten zwischen Touko und Veli, die zeigen, wie schwierig die Situation für die beiden damals war. Umso erstaunlicher ist, wie verschämt Regisseur Dome Karukoski ihre erotische Beziehung darstellt. Doch trotz dramaturgischer Schwächen – auch die Sinnhaftigkeit von Toukos Kriegserinnerungen erschließt sich nicht immer – ist ihm ein wichtiger Film über eine Symbolfigur der Schwulen­bewegung gelungen.

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