Trailer zu ”Tolkien”

Tolkien

Welche Erfahrungen inspirierten den Fantasyautor J. R. R. Tolkien zu seinen Mittelerde-Romanen? Das Biopic mit Nicholas Hoult sucht nach Spuren in der Jugend und Studienzeit des Schriftstellers
Tolkien ist zwölf Jahre alt, als seine Mutter stirbt. Seinen Vater hat er schon sehr viel früher verloren. Seinem außergewöhnlichen Talent, seiner sprachlichen Begabung und seiner ausgeprägten Fantasie ist es zu verdanken, dass er die renommierte King Edward’s School in Birmingham besuchen darf. Hier trifft der junge Tolkien auf einen Kreis von Gleichgesinnten, mit denen er die Tea Club and Barrovian Society (TCBS) ins Leben ruft. Gemeinsam diskutieren sie über Lite­ratur, tragen selbst geschriebene Gedichte, Lieder und Kompositionen vor. Jahre später werden sie als Gefährten in den Ersten Weltkrieg ziehen. In der Pension, in der Tolkien zu jener Zeit wohnt, lernt er auch die drei Jahre ältere Edith Ann Bratt (Lily Collins) kennen, die große Liebe seines Lebens. „Tolkien“ wird auch Zuschauer begeistern, die den Schriftsteller und seine Bücher gar nicht kennen. Und das liegt nicht zuletzt an Nicholas Hoult („X-Men: Apocalypse“), der den Studenten J. R. R. Tolkien mit viel Charisma verkörpert. In nostalgischen, sepiafarbe­nen Bildern schildert Dome Karukoski („Tom of Finland“) die von traumatischen Erlebnissen und außergewöhnlichen Freundschaften geprägte Jugend des Mittelerde-Schöpfers. Sein Film will zeigen, wie diese frühen Lebens­erfahrungen das literarische Werk des späteren Erfolgsautors beeinflusst haben. Im Gedächtnis bleiben vor allem die düsteren Kriegsbilder. Karukoski lässt keinen Zweifel daran, dass die Schlachtfelder an der Somme die ­Inspiration für das schwarze Land Mordor in der „Herr der Ringe“-Trilogie lieferten. „Tolkien“ ist nicht nur ein mitreißend erzähltes Biopic, sondern auch ein bildgewaltiger Antikriegsfilm.

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