Trailer zu ”The Wild Boys”

The Wild Boys

Fünf straffällige Jungs werden von ihren Eltern in die Obhut eines mysteriösen Kapitäns zur sittlichen Umerziehung gegeben
Fünf Schüler aus gutem Haus vergewaltigen ihre Lehrerin. Daraufhin schicken die überforderten Eltern ihre Sprösslinge kurzerhand auf eine Erziehungsreise mit einem niederländischen Kapitän. Der geheimnisvolle Mann soll den Jugendlichen wieder Zucht und Ordnung beibringen. Die Reise allerdings führt auf eine Insel, die ein seltsames Eigenleben führt. Der Franzose Bertrand Mandico ist vor allem für seine experimentellen Kurzfilme bekannt. Intensiv setzt sich der Videokünstler mit Sexualität, Körper und Lust auseinander. Dabei wandelt er spielerisch auf den Spuren des polnischen Regisseurs Walerian Borowczyk, der mit erotisch-intel­lektuellen Filmen wie „Unmoralische Geschichte“ (1974) und „Das Biest“ (1975) visionäre Arbeiten abgeliefert hat. Mit seinem ersten Langspielfilm hat Mandico nun eine sehr freie Adaption des gleichnamigen Romans von Wil­liam S. Burroughs („Naked Lunch“) vorgelegt. „The Wild Boys“ ist ein verführerischer, großartig queerer Fiebertraum geworden. In wunderschönen Bildern, die alle Register des filmi­schen Erzählens ziehen, wird ein märchengleiches Jugenddrama ausgebreitet, das irgendwo zwischen klassischem Abenteuerfilm à la „Herr der Fliegen“ (1990) und spieleri­scher Medienkunst anzusiedeln ist. Die sexuell aufreizende Ästhetik wird dabei immer wieder mit radikalen Mitteln unterwandert: Allein der Kniff, dass die Jungs von Schau­spie­lerinnen verkörpert werden, trägt den Film weit über klassische Geschlechterrollen hinaus.

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