Trailer zu ”The Square”

The Square

Ruben Östlund hinterfragt den moralischen Zustand unserer Gesellschaft
Die quadratische Installation, die in das Pflaster vor dem Museum eingelassen wird, soll einen Ort der Fürsorge symbolisieren, an dem alle Menschen gleich sind. Soziale Verantwortung und mangelnde Hilfsbereitschaft sind Themen, mit denen sich Ruben Östlund schon in „Play – Nur ein Spiel?“ und „Höhere Gewalt“ beschäftigt hat. Um den Zwiespalt zwischen moralischen Prinzipien und prakti­schem Handeln geht es auch in „The Square“, einer bissigen Satire auf die elitäre Kunstszene, die zum Spiegelbild unserer Gesellschaft wird. Claes Bang („Die Brücke“) spielt den Chefkurator eines Stockholmer Museums, dessen Selbstbild durch eine Kette von Ereignissen ins Wanken gerät. Als sein Handy gestohlen wird, verliert er auch das Gefühl für Anstand und Moral. Eine zynische Werbekampagne provoziert einen Sturm der Entrüstung. Ein Galadinner für die Sponsoren des Museums gerät auf grotesk-verstörende Weise außer Kontrolle. In diversen Handlungssträngen lotet der Film die Grenze zwischen Toleranz und Gleichgültigkeit, zwischen Anteilnahme und Misstrauen aus. Dass die Widersprüche, die dabei zutage treten, auch den ­Zuschauer in ein Dilemma stürzen, ist nicht nur unangenehm, sondern auch höchst amüsant.

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