Trailer zu ”T2: Trainspotting”

T2: Trainspotting

Zwei Jahrzehnte nach „Trainspotting“ erwischt es Exjunkie Renton (Ewan McGregor): Herzinfarkt im Fitnessstudio. Typisch für Mitte vierzig.
Er kehrt also zurück nach Edinburgh, das erste Mal seit zwanzig Jahren, rettet eher ­zufällig dem lebensmüden Spud (Ewen Bremner) das Leben und trifft auch wieder auf Simon (Jonny Lee Miller), genannt Sick Boy, der zusammen mit Freundin Veronika (Anjela Nedyalkova) deren Kunden mit Pornoclips erpresst. Nach kleineren Kreditkartendiebstählen planen Renton und Sick Boy den großen Coup: Sie beantragen EU-Fördergelder für einen Club. Wer Renton nicht verziehen hat, dass er damals mit der Beute verschwand, ist die menschliche Handgranate Begbie (Robert Carlyle), der natürlich im Knast sitzt, aber nicht mehr lange. Es kommt zu einem Wiedersehen, bei dem auch eine Kloschüssel eine entscheidende Rolle spielt… „Trainspotting“ war 1996 ein spätes Punk-No-Future-Drogen-Manifest mit atemberaubender Direktheit und Spontaneität. Heute liegt die Authentizität eher darin, die Glaubwürdigkeit der Biogra-­fien über den langen Zeitraum hinweg­zuretten. „T2“ ist also eher nostalgischer Rückblick, aber mit viel Rhythmusgefühl. ­Immer noch setzt Danny Boyle virtuos wie kaum ein anderer seine Stilmittel ein: schnelle Schnitte, Splitscreen, YouTube-Look und natürlich Musik. Der Film ist wie das lang erwartete Konzert der eins­tigen Lieblingsband. Man sieht gern zu, ist mal angetan, mal melancholisch und denkt irgendwann: Sind auch alt geworden, die Jungs.

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