Trailer zu ”Streik”

Streik

Ein idealistischer Gewerkschafter kämpft verzweifelt um den Erhalt von Arbeitsplätzen
Ein französischer Autozulieferer muss ein Werk in einer strukturschwachen Gegend schließen. So will es der deutsche Mutterkonzern. 1100 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Die Belegschaft ruft zum Arbeitskampf auf und wehrt sich mit harten Bandagen. Im Zentrum dieser auf den ersten Blick unspektakulären Geschichte steht der Gewerkschafter Laurent Amédéo (brillant: Vincent Lindon), der sich als wortgewandter Anführer zwischen den Fronten der unterschiedlichen Interessengruppen aufreibt. Nachdem er in „Der Wert des Menschen“ — ebenfalls mit Vincent Lindon — den persönlichen Kampf eines arbeitslosen Familienvaters geschildert hat, bleibt Regisseur Stéphane Brizé auch mit „Streik“ seinem sozialrealistischen Anspruch treu. Gefilmt im schmucklos-dokumentarischen Stil verwebt Brizé geschickt die Stimmen der Streikenden mit der Berichterstattung der Medien und dem Spiel der politischen Akteure. Kontrastiert werden diese Ebenen mit kurzen privaten Momenten aus dem Leben von Amédéo. Daraus entsteht ein atemloser Film, der nach einem etwas zähen Einstieg einen thrillerhaften Sog entfaltet und uns mit dem langwierigen Kampf um mehr soziale Gerechtigkeit konfrontiert.

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