Große Gefühle bei der Preisverleihung

Die Highlights des 35. JUPITER AWARD

Große Emotionen und strahlende Preisträger: In Berlin wurde zum 35. Mal der JUPITER AWARD von CINEMA und TV SPIELFILM vergeben.
Große Gefühle gehören zu Kino und TV. Und zu großen Preisverleihungen. Entsprechend emotional ging es zu beim 35. JUPITER Award von CINEMA und TV SPIELFILM. Den vielleicht schönsten, weil authentischsten Moment lieferte die jüngste JUPITER-Preisträgerin, Schauspielerin Ruby O. Fee, die für ihre TV-Rolle im Stuttgarter Tatort "Happy Birthday, Sarah" ausgezeichnet wurde. Das sei ihr erster Preis, gestand die 18-Jährige atemlos, und dass sie ganz schön aufgeregt sei. Nachdem sie sich noch bei ihrer Mutter bedankt hatte und Moderator Steven Gätjen nachfragen wollte, flossen ein paar Tränen, natürlich vor Freude.

Den komischsten Auftritt hatte Karoline Herfurth, die dem Regisseur und Drehbuchautor Bora Dagtekin den JUPITER für den Besten Film national für seinen Film "Fack ju Göhte" überreichte und dazu in ihrer Rolle aus dem Film als spießige Referendarin Lisi Schnabelstedt auf die Bühne kam. Gleich noch einen zweiten JUPITER bekam Dagtekins Film als erfolgreichster Film national. Laudator Thomas Ohrner konnte aus seiner eigenen Erfahrung im Genre der Schulkomödie -"Plem, plem - Die Schule brennt", 1983 - feststellen, dass sie damals mit solchen Sprüchen nicht davon gekommen wären.

Auch Hollywoodglamour schwebte - im wahrsten Sinne des Wortes - durch den Saal, als sich Sandra Bullock und ihr Regisseur Alfonso Cuarón in einem Einspielfilm sehr gewitzt für ihren Preis für "Gravity" bedankten, ebenso Channing Tatum für seine preisgekrönte Rolle in "White House Down". Dafür verriet Charly Hübner (Bester TV-Darsteller national für "Polizeiruf 110: Zwischen den Welten") nach einer berührenden Laudatio von Kollegin Christiane Paul, warum er Zinedine Zidane bewundere: Der habe alles genau im Blick, reiße im Zweifel alle mit und mache das Ding einfach rein. Preisträger Wotan Wilke Möhring (Bester Darsteller national, für "Das Leben ist nichts für Feiglinge") bekannte sich zu einer ganz besonderen Erinnerung: Ehren-JUPITER-Preisträger Dieter Hallervorden verbinde er auf ewig mit seinen Frotteeschlafanzügen, die er damals immer vorm Fernseher angehabt habe. Und Hallervorden ließ es sich auch hier nicht nehmen, kleine Spitzen Richtung Fernsehen auszuteilen: Fernsehredakteure seien ja im allgemeinen bekannt dafür, die Spreu vom Weizen zu trennen - und dann die Spreu zu senden. Umso mehr freue er sich über den Preis der Redaktionen von CINEMA und TV SPIELFILM.