Trailer zu ”Star Wars: Die letzten Jedi”

Star Wars: Die letzten Jedi

Sci-Fi-Saga. In „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ hatte er nur einen Kurzauftritt, im achten Teil der Sternensaga steht „Luke Skywalker“ Mark Hamill nun im Mittelpunkt. Was wird aus dem Mann, der einst als Junge die zwei Monde über dem Wüstenplaneten Tatooine bewunderte?
Gareth Edwards hat gut lachen: Mit seinem „Star Wars“-Ableger „Rogue One“ gelang dem Regisseur von „Godzilla“ und „Monsters“ 2016 das Kunststück, das enge Korsett der Sternensaga aufzusprengen, ohne die Mystik der Geschichte aus den Augen zu verlieren. Nun liegt er in „Die letzten Jedi“ in einem Gastauftritt als Rebellensoldat verkleidet im Schützengraben des Planeten Crait und sieht nicht nur der Ersten Ordnung ins Auge, sondern auch der holprigen Zukunft der Skywalker-Chronik. Episode VIII erzählt von dem verlustreichen Kampf des Widerstands um General Leia Organa (Carrie Fisher), Kamikaze-Pilot Poe Dameron (Oscar Isaac) und Finn (John Boyega) gegen Kylo Ren (Adam Driver) und seine Schergen, während die junge Rey auf dem Wasserplaneten Ahch-To gleichzeitig bei dem alternden Jedimeister Luke Skywalker (Mark Hamill) nach ihrer Bestimmung sucht. „Star Wars“ ist seit vierzig Jahren ein einzigartiger Kinomythos. George Lucas begründete die Reihe in den Siebzigern und verwässerte sie später mit seiner Prequel-Trilogie, die abgesehen vom feurigen Finale „Die Rache der Sith“ wenig Höhepunkte zu bieten hatte. Im Oktober 2012 verkaufte Lucas die „Star Wars“-Rechte für vier Milliarden Dollar an Disney, woraufhin Regiewunderkind J. J. Abrams das Zepter in der fernen, fernen Galaxis übernahm. In „Das Erwachen der Macht“ verknüpfte der vorherige „Star Trek“-Erneuerer geschickt traditionelle Motive der Reihe mit neuen Formen und Figuren. Der Film spielte weltweit mehr als zwei Milliarden Dollar ein. Abrams überwacht bis heute das „Star Wars“-Imperium, zog sich aber auf den Produzentenstatus zurück. Seine Regienachfolge tritt nun Rian Johnson an. Mit „Die letzten Jedi“ emanzipiert dieser die neue Trilogie jetzt endgültig von den Originalfilmen und führt die Sternenchronik in eine neue Ära. Luke Skywalkers moralische Abgründe, Kylo Rens undurchsichtige Genese, die sardonische Präsenz von Supreme Leader Snoke oder Reys verzweifelter Kampf um ihre Zukunft geben dem Sci-Fi-Märchen neue Impulse und verleihen den einzelnen Figuren Ecken und Kanten. Zudem ist Rian Johnsons Liebe für das Franchise in jeder Einstellung zu spüren: Ob die wuchtigen Weltraumschlachten, die furiosen Lichtschwertduelle, die exotischen Welten oder die darin lebenden Wesen, „Star Wars“-Magie versprüht sein Abenteuer zuhauf. Während aber sowohl „Das Erwachen der Macht“ als auch „Rogue One“ von Anfang bis Ende einer dramaturgischen Vision folgten, ist diese in Episode VIII vor allem zu Beginn kaum zu erkennen. Lockere Gags wechseln sich ab mit brachialen Actionszenen und entrückten Erweckungsszenarien. Die einnehmende Düsternis von „Das Imperium schlägt zurück“ sucht man inmitten drolliger Kreaturen wie den Porgs vergebens. Zudem springt die mit einer Laufzeit von 151 Minuten überlange Geschichte immer wieder zwischen den Schauplätzen hin und her und verliert sich bis zum Ende in ausufernden Gefechten. Wenn aber Luke Skywalker in bester Obi-Wan-Kenobi-Manier sein Lichtschwert zückt, sind solche Schwächen vergessen. Lange nachhallende Gänsehautmomente sind in der weit, weit entfernten Galaxis nach wie vor garantiert.

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