Trailer zu ”Sieben Stunden”

Sieben Stunden

Eine Therapeutin wird Opfer eines Sexualstraftäters – ausgerechnet im Gefängnis.
Vorab: Die wahre Geschichte hinter diesem Film ist schwer erträglich. Es ist die der Psychologin Hanna Rautenberg (Bibiana Beglau), die als Therapeutin im Justizvollzug einen guten Job macht. Lebenslustig und engagiert, die Hochzeit mit Anwalt Stephan (Thomas Loibl) steht bevor. Auch beruflich läuft es gut, sie ist Chefin der Station im Hochsicherheitsgefängnis. Ihrem Klienten, dem Serienvergewaltiger und Frauenmörder Petrowski (Till Firit) bescheinigt sie nach vier Jahren Therapie gute Fortschritte. Da geschieht das Unfassbare: Nach einer Auseinandersetzung zückt Petrowski ein Messer, nimmt Hanna als Geisel und verbarrikadiert sich in ihrem Büro. Mehrfach vergewaltigt er Hanna, während vor der Tür das SEK und die Sicherheitsleute der Anstalt warten. Sie bewerten die Situation falsch und greifen nicht ein. Erst nach sieben Sunden ist das Martyrium der Frau vorbei. Schwer traumatisiert versucht sie sich ins Leben zurückzukämpfen. Hanna will kein Opfer sein und sagt im Prozess öffentlich aus. Ihre Wut richtet sich nicht nur gegen den Täter, auch von der Anstaltsleitung und der Polizei fühlt sie sich im Stich gelassen. Auch die eigene Therapeutin fällt ihr in den Rücken… Christian Görlitz („Freier Fall“, „Fleisch ist mein Gemüse“) verzichtet auf reißerischen Voyeurismus und richtet den Blick ganz auf die vielfachen psychologischen und juristischen Nachwirkungen der Tat. Das intensive Spiel der Beglau lässt den tiefen Schmerz spüren.

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