Trailer zu ”Schlaf”

Schlaf

Im Spielfilmdebüt von Michael Venus verschwimmen Albträume und Realität zu einem packenden Thriller
Mona (Gro Swantje Kohlhof) lebt mit ihrer Mutter Mar­lene (Sandra Hüller) in Hamburg. Immer wieder wird Marlene von heftigen Albträumen geplagt, die sie krank machen. Als sie eines Tages die Annonce eines Hotels in der Zeitung sieht, glaubt sie, den real existierenden Ort ihrer Fieberträume entdeckt zu haben. Heimlich macht sich Marlene auf den Weg zu der mysteriösen Herberge. Nachdem sie vor Ort feststellen muss, dass ihre Träume offenbar mit drei Selbstmorden in Verbindung stehen, fällt sie in einen komatösen Schlaf und wird in die Psychiatrie eingeliefert. Um ihrer Mutter zu helfen, begibt sich Mona auf Spurensuche und gerät dabei selbst in Gefahr. Regisseur Michael Venus wurde laut eigener Aussage von den Märchen der Brüder Grimm zu seinem Spielfilmdebüt inspiriert. Das macht sich in dem Thriller auch bemerkbar: In düsteren Bildern gestaltet der Absolvent der Hamburg Media School die fesselnde Handlung, getragen von überwiegend starken Darstellern (allen voran Gro Swantje Kohlhof). Der unheilvolle Score untermalt die Wechsel zwischen Traum und Wirklichkeit, die vereinzelt an Christopher Nolans „Inception“ erinnern, hervorragend. Nach einem verheißungsvollen Beginn flacht die Spannungskurve zwar etwas ab, und die Inszenierung gerät im Mittelteil etwas konventionell; zum entlarvenden Finale findet der „Heimathorror“, wie Drehbuchautor Thomas Friedrich sein Werk bezeichnet, dann aber wieder zu seiner Anfangsstärke zurück.

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