Trailer zu ”Regeln spielen keine Rolle”

Regeln spielen keine Rolle

In Warren Beattys erster Regiearbeit seit 18 Jahren geht es um eine Lovestory in ­Hollywood und den legendären Exzentriker und Vielflieger Howard Hughes
Er war der große Kinostar der Siebziger- und Achtzigerjahre: Warren Beatty kassierte in Serie Oscar-Nominierungen für „Der Himmel soll warten“ und gewann den Oscar für seine Kommunistensaga „Reds“. Mit „Ishtar“ leistete er sich einen kapitalen Flop, doch mit der Comic­adaption „Dick Tracy“ und dem Gangsterfilm „Bugsy“ gelang es ihm, an alte Erfolge anzuknüpfen. Dann wurde es lange Zeit still um den Ex-„Bonnie und Clyde“-Schönling. Mit der altmodischen Hollywood-Nostalgie „Regeln spielen keine Rolle“ kehrt der 79-jährige Warren Beatty nun auf die Leinwand zurück. Lily Collins verkörpert die Nachwuchsschauspielerin Marla, die 1958 aus dem tiefsten Virginia nach Los Angeles kommt, um dort Karriere zu machen. Der Milliardär und legendäre Exzentriker Howard Hughes (Warren Beatty) hat sie unter Vertrag genommen und lässt sie am Flughafen von seinem Chauffeur Frank (Alden Ehrenreich) abholen. Zwischen Marla und Frank funkt es sofort. Doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, den Hughes’ strenge Regeln verbieten ausdrücklich sexuelle Beziehungen zwischen seinen Mitarbeitern. Frank setzt sich darüber hinweg: „Regeln treffen auf dich nicht zu“, sagt er zu Marla. Wenn er sich da mal nicht irrt: Howard Hughes drängt in das Leben der jungen Leute und konfrontiert sie auf unterschiedliche Art mit seiner bizarren Welt. „Regeln spielen keine Rolle“ markiert Beattys ­ersten Leinwandauftritt seit der Screwball Comedy „Stadt, Land, Kuss“ aus dem Jahr 2001 und seine erste Regiearbeit seit der 1998 inszenierten Politsatire „Bulworth“. Beatty hat sein Handwerk nicht verlernt, trotzdem sind die Schwächen des Films nicht zu übersehen. Die langsame Erzählweise findet nie zu einem richtigen Rhythmus, zahlreiche Nebendarsteller wie Annette Bening, Matthew Broderick oder Candice Bergen wirken wie Stichwortgeber, und die eigentlich sehr schöne Liebesgeschichte tritt in der zweiten Hälfte zunehmend in den Hintergrund. So wird der Film zu einer One-Man-Show von Warren Beatty, der als Howard Hughes ziellos in den Wahnsinn irrlichtert.

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