Trailer zu ”Radiance”

Radiance

Eine Verfasserin von Hörfassungen trifft auf einen Fotografen, der seine Sehkraft verliert
Misako verfasst Audiodeskriptionen für ­Kinofilme. Als sie ihren ersten Entwurf zu einem Liebesdrama vorlegt, stoßen ihre Formulierungen bei einer Testgruppe von Seh­geschädigten und Blinden auf Ablehnung: Zu ausführlich und zu subjektiv seien ihre Beschreibungen. Misako muss lernen, das Vorstellungsvermögen der Nichtsehen­den zu respektieren und ihnen genügend Raum für eigene Interpretationen zu lassen. Besonders deutlich fällt die Kritik des Fotografen Nakamori aus, der aufgrund einer Erkrankung sein Augenlicht verliert. Obwohl er sie so scharf zurechtgewiesen hat, gelingt es ihm, ihr In­teresse und ihren Ehrgeiz zu wecken. Misakos Erläuterungen führen dazu, dass der Zuschauer den neuen Film der japani­schen Regisseurin Naomi Kawase („Kirschblüten und rote Bohnen“) mit anderen Augen sieht. Während der Fotograf Nakamori allmählich erblindet, verändert sich unsere Wahrnehmung. Unwillkürlich lernen wir, genauer hinzuschauen.

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