Trailer zu ”Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu”

Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu

Das hätte in die Hose gehen können. Ein sprechendes und koffeinabhängiges CGI-Pikachu klärt an der Seite pubertärer Jugendlicher Verbrechen auf. Das toppt sogar die für Erwachsene befremdlich wirkende Animeserie der bekannten Videospielreihe „Pokémon“. Am Ende kommt aber alles ganz anders.
Dieses Pikachu braucht einen Maulkorb. Im Büro seines ermordeten Vaters entdeckt Millennial Tim Goodman (Justice Smith) zwischen Akten und Kaffeebechern die allseits bekannte Elektromaus, die zur Überraschung aller sogar sprechen kann – und sich, wie einst Tims Dad, der Detektivarbeit verschrieben hat. Dessen Tod will das ulkige Gespann nun gemeinsam mit Zeitungspraktikantin Lucy (Kathryn Newton) und ihrem psychisch labilen Monsterpartner Enton lösen. Sogar in der Welt der Pokémon ist das kurios. Gelungen ist die actionreiche Ermittlung dennoch. Hollywood-Star Ryan Reynolds und sein deutscher Konterpart reihen als Stimme Pikachus einen Kalauer an den nächsten. Der dauerplappernde Dreikäsehoch macht auch vor zweideutigen Gags nicht halt. Ein „South Park“ mit Pokémon ist Rob Lettermans („Gänsehaut“) Videospieladaption aber nicht. Eher ein bombastischer Familienfilm, der auch für große Kids einiges zu bieten hat.

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