Trailer zu ”Norman”

Norman

Richard Gere glänzt als profilierungssüchtiger Sonderling
Wenn eine Gelegenheit anklopft, öffnet das Schicksal die Tür, so heißt es. Norman Oppenheimer (Richard Gere) ist eine kleine Nummer in den Geschäfts- und Politkreisen im Big Apple. Er ist einer dieser Typen, die immer vorgeben, je­man­den zu kennen, obwohl seine einzige echte Connection die zu seinem Neffen Philip (Michael Sheen) ist, einem Anwalt. Als selbst erklärter „Berater“ schlägt er sich durch das Leben, obwohl nie ganz klar ist, wen oder was er gerade berät. Man könnte auch sagen, er ist ein grandioser Schwätzer. Norman wäre gern ein Insider, ein großer Player. Diese Gelegenheit bietet sich, als er einem israelischen Politiker auf USA-Besuch ein Paar teure Schuhe zum Geschenk macht. Ohne direkte Folgen, aber man bleibt in Kontakt. Drei Jahre später wird dieser Eshel (Lior Ashkenazi aus „Big Bad Wolves“) in Israel Premierminister, und plötzlich ist Norman sehr gefragt. „Norman“ ist die Charakterstudie eines Mannes mit all seinen Fehlern, auf der Suche nach einem Platz im Leben. Die Rolle dieses Exzentrikers ist wie maßgeschneidert für Richard Gere, der hier gegen sein gewohnt souverän-lässiges Leinwandimage besetzt ist und eine erstklassige Leistung bietet. Es gelingt Gere, sich gleichzeitig kleiner zu machen und trotzdem die Sympathie der Zuschauer auf sich zu ziehen. Und auch wenn die Story unterwegs ein paar Unglaubwürdigkeiten birgt, lohnt es sich, diesen „Norman“ zu kennen. Sie werden nicht alle seine Charaktereigenschaften mögen und ihn sich garantiert nicht in festlicher Runde als Tischnachbarn wünschen, aber er hat das Herz trotzdem am richtigen Fleck.

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