Wo die Liebe hinführt: sieben Jahre im Leben eines Liebespaars in den Dreißigern
Dina (Anna Brüggemann) und Michael (Alexander Khuon) sind seit fünf Jahren ein Paar. Sie verstehen sich auch ohne Worte. Doch lieben sie sich wirklich, oder ziehen sie nur ein Programm durch, das von ihnen erwartet wird? Michael denkt manchmal: Wir sollten uns trennen. Doch Dina findet: Dafür gibt es keinen Grund. In dreizehn Episoden, die sich über einen Zeitraum von rund sieben Jahren erstrecken, zeigt Dietrich Brüggemann („Renn, wenn du kannst“), wie es mit Dina und Michael weitergeht. Die in ungeschnittenen, meist starren Einstellungen gefilmten Ka­pitel schwanken zwischen humorvoll überzeichneten Alltagsbeobachtungen, albtraumhaften Horrorvisionen und surrealem Slapstick. Brüggemann will zeigen, „was das gnadenlose Verstreichen der Zeit mit uns anrichtet“. Das beherrschende Thema ist der Zweifel am eigenen Lebensentwurf. Starke Szenen wie die Beerdigung von Michaels Vater (Hanns Zischler) stehen neben schwächeren, die an ausufern­de TV-Sketche erinnern (Michaels Zahnarztbesuch). „Nö“ ist eine ungewöhnliche Beziehungskomödie, die den Zuschauer in ihren besten Momenten mit den eigenen Lebenslügen konfrontiert.

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