Trailer zu ”Nightlife”

Nightlife

Ein Date mit Hindernissen: Elyas M’Barek, Frederick Lau und Palina Rojinski stürzen sich in eine irrwitzige Odyssee durch die Nacht
Barkeeper Milo (Elyas M’Barek) fühlt sich langsam zu alt fürs Nachtleben. Er träumt von Kindern, die er morgens zur Schule bringen kann – und einer eigenen Bar. Zusammen mit seinem Kumpel Renzo (Frederick Lau) will er einen Kredit über 100 000 Euro aufnehmen, doch die Bank stellt sich quer. Was Milo nicht ahnt: Renzo hat bereits einen Alternativplan entwickelt. Er lässt sich von russischen Drogengangstern als Kurierfahrer anheuern. Als ihm der Stoff geklaut wird, steckt er in der Klemme. Als Entschädigung ­fordern die Ganoven 150 000 Euro, die er bis zum nächsten Morgen auftreiben soll. Dabei hofft Renzo auf Milos Hilfe, doch der ist ausgerechnet in dieser Nacht mit seiner Traumfrau Sunny (Palina Rojinski) verabredet – und dieses Date will er auf keinen Fall verpassen. „Nightlife“ ist nach „Willkommen bei den Hartmanns“ die neue Komödie von Simon Verhoeven. Das Konzept des Films erinnert an US-Komödien wie „Kopfüber in die Nacht“ oder „Date Night“. Auch Milo, Renzo und Sunny stolpern in ein nächtliches Abenteuer, dabei geraten sie von einer abstrusen Situation in die nächs­te. Verhoeven verbindet Slapstickszenen mit Wortwitz und Situationskomik. Zu den Höhepunkten des Films zählt ein Spiele­abend, der auf makabre Weise eskaliert. Dass die Story so gut funktioniert, liegt nicht nur an den irrwitzigen Verwicklungen und den pointiert geschriebenen Dialogen, sondern vor allem am präzisen Timing der Darsteller, die ihre Rollen mit lakonischem Understatement verkörpern. Als Sunny begreift, wie brenzlig die Lage ist, in die Milo sie gebracht hat, fragt sie entgeistert: „Warum hast du nicht einfach abgesagt?“ In diesem Satz steckt das ganze Geheimnis einer guten Komödie. Es ist das Irrationale, scheinbar Wider­sinnige, das die Fiktion von der Realität unterscheidet. Ralf Blau

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