Trailer zu ”Nico, 1988”

Nico, 1988

Trine Dyrholm spielt die legendäre Sängerin in ihren letzten Lebensjahren
Nachdem Nico ihr letztes Album aufgenommen hat, geht sie noch einmal auf Tour. Doch kaum jemand scheint sich für ihre Musik zu interessieren. Ständig muss sie über die Vergangenheit reden, doch Nico hat keine Lust mehr, Fragen über ihre Zeit mit Velvet Underground zu beantworten. Schließlich gibt es auf dem 1967 erschienenen Debüt­album der Band nur drei Songs, in denen ihre Stimme zu hören ist. Ansonsten bestand ihre Aufgabe darin, Tamburin zu spielen und auf der Bühne gut auszusehen – so wie zu Beginn ihrer Karriere als Mannequin und Model Ende der 50er-Jahre. Trine Dyrholm („Die Kommune“) spielt die 1938 in Köln geborene und früh verstorbene Ikone der Popgeschichte als gebrochene Frau, die sich verzweifelt darum bemüht, eine Beziehung zu ihrem einzigen Sohn, dem suizidgefährdeten Ari, aufzubauen. Die Intensität (und Authentizität), mit der die dänische Schauspielerin ihre Rolle verkörpert, wirkt in manchen Szenen geradezu beängstigend. Schillernder Höhepunkt des streiflichtartigen Films, der sich auf die letzten Lebensjahre der heroinsüchtigen Sängerin konzentriert, ist ein illegales Konzert in Prag. Nico betritt die Bühne und singt: „My heart is empty, but the songs I sing are filled with love for you.“ Die Verlorenheit der Sängerin ist mit Händen zu greifen, doch Trine Dyrholm verwandelt ihren Auftritt in einen Akt der Befrei­ung – und der Ekstase. Ein magischer Kinomoment.

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