Zero Dark Thirty

Shoot to Kill: Kathryn Bigelow zeigt eine ebenso spannende wie dramatische Rekonstruktion der Suche nach Osama Bin Laden.
Wenn der Film beginnt, bleibt die Leinwand zunächst schwarz. Zu hören sind lediglich panische Notrufe aus dem World Trade Center vom 11. September 2001. Den Anblick der kollabierenden Türme erspart Regisseurin Kathryn Bigelow ("Tödliches Kommando - The Hurt Locker") den Zuschauern. Aber viel mehr auch nicht. Schon wenig später gellen Schmerzensschreie und in den geheimen Camps der Amerikaner werden mutmaßliche Al-Kaida-Anhänger grausam misshandelt. Seelische Verletzungen, das vermittelt der Film überdeutlich, sind der geringste Preis, den dieses Würfelspiel des Todes fordert. Der Film ist in drei Abschnitte unterteilt. Der erste zeigt in extrem drastischen Bildern die Waterboarding-Foltermethoden und die gnadenlose Zermürbung der Gefangenen durch Schlafentzug und überlaute Rockmusik. Im mittleren Teil wird im Stil einer Detektivstory die jahrelange Suche nach der Nadel im Heuhaufen beschrieben während die letzten 40 Minuten den Zugriff der Navy Seals auf das Versteck Bin Ladens im pakistanischen Abbottabad zeigen.