Gnade

Erschütterndes Seelendrama über die Zerbrechlichkeit des Lebens: Birgit Minichmayr und Jürgen Vogel als ein Ehepaar vor dem Abgrund.
Maria (Birgit Minichmayr) ist mit ihrem Mann Niels (Jürgen Vogel) und ihrem pubertierenden Sohn ins norwegische Hammerfest gezogen, an den Rand des Polarmeeres, wo im Winter fast nie die Sonne scheint. Voller Hoffnung, dass der Ortwechsel zur zweiten Chance für ihre abgekühlte Beziehung wird. Doch nichts hat sich verändert. Während sie sich aufopferungsvoll um die Patienten im Hospiz kümmert, hat er schon wieder eine neue Affäre. Die Trennung scheint unausweichlich, bis zu jener Nacht, in der Maria einen furchtbaren Fehler begeht. Von diesem Moment an teilen die beiden ein schreckliches Geheimnis, das ihr Leben zu zerstören droht. Mit einer inszenatorischen Wucht, wie man sie im Kino nur selten sieht, entwirft Matthias Glasner ("This Is Love") ein menschliches Drama, das den Zuschauer unwillkürlich auf sich selbst zurückwirft: Wie würde ich mich in einer solchen Grenzsituation verhalten?