Trailer zu ”My Days of Mercy”

My Days of Mercy

Eine Gegnerin und eine Befürworterin der Todes­strafe verlieben sich ineinander
Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Lucy (Ellen Page) reist mit ihrer älteren Schwester Martha (Amy Seimetz) und ihrem kleinen Bruder Ben quer durch die Vereinigten Staaten, um gegen die Hinrichtung von Häftlingen zu ­pro­testieren. Auf einer Demonstration lernt sie eines Tages die etwa gleichaltrige Mercy (Kate Mara) kennen, die sich für die Organisation der Hinterbliebenen von Mordopfern engagiert. Obwohl die beiden Frauen zu unterschiedlichen ­poli­tischen Lagern gehören, ver­lieben sie sich ineinander. Dass Lucy und ihre ­Geschwister die Todesstrafe ablehnen, hat auch persönliche Gründe: Ihr Vater (Elias Koteas) sitzt in der Todeszelle, weil er seine Frau mit einem Messer getötet ­haben soll. Die dritte Regiearbeit von Tali Shalom-Ezer, deren Filme („Princess“, „Surrogate“) bei uns bislang nicht ins Kino kamen, ist kein wütendes Pamphlet gegen die Todesstrafe. Den ideologischen Streit zwischen Gegnern und Befürwortern schildert sie eher beiläufig und unaufgeregt. Der leise inszenierte Film beeindruckt durch seine einfühlsame und gegen Ende erstaunlich kompromisslose Erzählweise.

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