Trailer zu ”Midsommar – Das Böse wird ans Licht kommen”

Midsommar – Das Böse wird ans Licht kommen

Wenn das besinnliche Mittsommerfest zum nicht enden wollenden Albtraum wird: „Hereditary“-Regisseur Ari Aster schickt vier Amerikaner in die Fänge eines naturverbundenen Kults
Keine Macht den Drogen: Diesen Rat werden vermutlich einige Kinobe­sucher nach Ari Asters neuem Horrordrama befolgen. Denn der US-Regisseur lässt nicht nur seine Hauptfiguren, sondern auch das Publikum einen psychedelischen Horrortrip durchleben, der einem die Sinne und jegliches Zeitgefühl raubt. Im Mittelpunkt der Handlung steht die junge Doktorandin Dani (Florence Pugh), die nach einer familiären Tragödie stark traumatisiert ist. Ein Sommertrip ins schwe­dische Hinterland, wo sie mit ihrem Freund Christian (Jack Reynor) und seinen Freunden am Mittsommerfest teilnehmen will, verspricht Ablenkung von ihrem Schmerz. Die anfängliche, mit Rauschmitteln unterstützte, Idylle innerhalb der Gemeinschaft weicht allerdings dem blanken Horror, als die Rituale eine erschreckende Wendung nehmen. Aster ergänzt den Kulthorror im Stil von „The Wicker Man“ (1973) mit Elementen eines Beziehungsdramas. So spielen nicht nur nordische Mythen und heidnische Rituale eine entscheidende Rolle, sondern auch Danis persönliche, von Trauer überschattete Reise. Der ewige Sonnenschein, die malerische Kulisse, der verstörende Soundtrack und die schwindel­erregenden visuellen Effekte erzeugen ­einen hypnotischen Strudel, der in ein ­erschütterndes Finale mündet. Für die einen bringt es die Erlösung, für die anderen das Verderben.

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