Trailer zu ”Maleficent: Mächte der Finsternis”

Maleficent: Mächte der Finsternis

In der Fortsetzung zu Robert Strombergs etwas anderer Live-Action-Variante von „Dornröschen“ wird die Beziehung zwischen der dunklen Fee Maleficent und ihrem Schützling Aurora auf die Probe gestellt
Dornröschen mal anders: In seinem Regiedebüt krempelte Robert Stromberg 2014 das Märchen über die schlafende Schönheit um und erzählte die Geschichte kurzerhand aus der Sicht der dunklen Fee Maleficent (Angelina Jolie, „Salt“), die die junge Aurora (Elle Fanning, „The Neon Demon“) mit einem Fluch ­belegt. Das Raffinierte: Nicht der Prinz erweckt die Prinzessin aus ihrem Schlaf, sondern die Fee selbst, die das Mädchen lieben lernt und sie als Ersatzmutter hingebungsvoll großzieht. Das von Joachim Rønning („Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“) inszenierte Sequel setzt fünf Jahre nach den Ereignissen des ersten Films ein. Aurora, die mittlerweile als Königin über die Fabelwesen herrscht, will den schneidigen Prinz Phillip heiraten. Dumm nur, dass Maleficent die Menschen nicht ausstehen kann und gegen die Hochzeit ist. Ein Essen mit Phillips Eltern (Robert Lindsay und Michelle Pfeiffer) soll die Wogen glätten – und endet in einer Katastrophe, die den Frieden zwischen Menschen und magischen Kreaturen bedroht. Nachdem Angelina Jolies dunkle Fee im ersten Teil bereits Sechsjährige das Fürchten lehrte, empfiehlt die FSK das Sequel erst ab einem Alter von zwölf Jahren. Und das aus gutem Grund, denn das düstere und exzellent besetzte Fantasymärchen verwandelt sich bereits nach der ersten Hälfte in eine actiongeladene Schlacht im Stil von „Der Herr der Ringe“ und „Avatar“. Und obwohl der CGI-Bombast die Augen hin und wieder überfordert, verliert sich schon bald auch der Zuschauer im emotionalen und von starken Frauenfiguren getragenen Machtkampf, der mit seinem Appell zu Toleranz und Akzeptanz kaum besser in unsere heutige Zeit passen könnte.

DIESEN FILM WÄHLEN