Love and Monsters

Selten gab es ein originelleres apokalyptisches Szenario als in diesem Film.
Vor sieben Jahren setzte die Welt ihr gesamtes Waffenarsenal ein, um einen Asteroideneinschlag zu stoppen. Der Weltuntergang wurde allerdings nicht gestoppt, sondern nur verzögert, denn der radioaktive Niederschlag ließ Insekten zu Monstern anwachsen, die sich an die Spitze der Nahrungskette setzten. Schisser Joel (Dylan O’Brien) hat mit einer Gruppe Kämpfer im Bunker überlebt. Als er per Funk Kontakt mit Jugendliebe Aimee (Jessica Henwick) aufnimmt, beschließt er, sich auf eigene Faust zu ihrer Kolonie durchzuschlagen. Doch zwischen ihm und seinem vermeintlichen Glück liegen 140 Kilometer übersät mit unheimlichen Kreaturen. Die originelle und extrem unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichte sieht für einen vergleichsweise günstigen Film überraschend gut aus. Das haben auch die Oscar- Wähler erkannt und den Spezialeffekten in diesem Jahr eine Nominierung zugestanden. Die komplett am Computer entstandenen Insekten und Schalentiere sind verblüffend detailreich und sorgen für angenehmen Grusel. Dennoch stehlen sie den menschlichen Darstellern nicht die Show, denn die größte Überraschung dieses kurzweiligen Monstervergnügens liegt darin, dass die menschlichen Darsteller sogar noch Raum für emotionale Momente bekommen. Ein kleines, aber feines Fantasyabenteuer.

DIESEN FILM WÄHLEN