Trailer zu ”Little Joe – Glück ist ein Geschäft”

Little Joe – Glück ist ein Geschäft

Ist eine genmanipulierte Pflanze, deren Duft Glücksgefühle auslöst, doch nicht so harmlos, wie die Forscher behaupten?
Die Österreicherin Jessica Hausner („Lourdes“, „Amour fou“) zählt zu den ganz wenigen Regisseurinnen, deren Filme regelmäßig im Programm der gr0ßen Filmfestivals zu sehen sind. Ihr neuer Film „Little Joe“ lief in diesem Jahr im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes. Emily Beecham, die bislang vor allem in Nebenrollen zu sehen war („Hail, Caesar!“) und überraschend zur besten Darstellerin des Festivals gekürt wurde, spielt darin die Bota­nikerin Alice. Der alleinerziehenden Mutter ist es gelungen, eine Blume zu züchten, deren Duft die Menschen glücklich machen soll – sofern sie ihr genügend Aufmerksamkeit und Liebe schenken. Alice hat ein schlechtes Gewissen, weil sie zu viel arbeitet und den 13-jährigen Joe (Kit Connor) vernachlässigt. Heimlich nimmt sie eine der purpurroten Pflanzen mit nach Hause, um sie ihrem Sohn zu schenken. Als sich die Menschen in ihrer Umgebung auf subtile Weise verändern, muss sich Alice mit den Konsequenzen ihrer Forschung auseinandersetzen. Mit subversivem Humor schildert Jessica Hausner eine Welt, in der sich das Vertraute plötzlich fremd und unheimlich anfühlt. Die Geschichte weckt Erinnerungen an Klassiker wie „Die Körperfresser kommen“, doch „Little Joe“ bricht mit allen Genrekonventionen. In kühlen, streng komponierten Bildern erzählt ihr Film von den Gefahren der Gentechnik. Die ausgeklügelte Farbdramaturgie und der skurrile Soundtrack des japanischen Komponisten Teiji Ito verleihen ihrem Film eine betörende Künstlichkeit.

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