Trailer zu ”Kids Run”

Kids Run

Mit Härte und Gefühl: Als drei­facher Vater führt Jannis Niewöhner („Cortex“) einen hoffnungslosen Kampf ums Überleben
Andi (Jannis Niewöhner) steht mit dem Rücken zur Wand. Als Tagelöhner verdient er zu wenig, um sich und seine drei Kinder über Wasser zu halten. Als seine Ex-Freundin das Geld zurückfordert, das sie ihm für die Miete geliehen hat, beschließt der aufbrausende Ex-Boxer, noch einmal in den Ring zu steigen. Andi weiß, dass die Verletzungen, die er aus früheren Kämpfen davongetragen hat, ein unkalkulierbares Risiko darstellen. Doch ihm bleibt keine andere Wahl. Schließlich kämpft er auch um die Liebe seiner Kinder, die er nicht verlieren will. In ihrem Spielfilmdebüt schildert die Regisseurin und Drehbuchautorin Barbara Ott den Überlebenskampf eines verzweifelten Vaters in prekären Verhältnissen. Die un­geschliffenen Handkamerabilder schaffen eine große Nähe zu den Figuren. Und der raue Erzählton erzeugt ein Maß an Authentizität, das alle gängigen Klischees im Keim erstickt. Den schwierigen Alltag des jungen Vaters beschreibt die Regisseurin so nüchtern und illusionslos wie die blutigen Boxkämpfe. Andi ist kein heroischer Antiheld, der im Ring über sich selbst hinauswächst, sondern ein Getriebener, der weiß, dass er eigentlich keine Chance hat. Jannis Niewöhner („Narziss und Goldmund“) beweist auf eindrucksvolle Weise, wie weit er sich inzwischen von seinem früheren Image als Teenagerschwarm in Filmen wie „Rubinrot“ oder „Ostwind 2“ entfernt hat. Die physische und emotionale Wucht, mit er seine Rolle verkörpert, bricht einem in manchen Szenen fast das Herz.

DIESEN FILM WÄHLEN