Trailer zu ”Jojo Rabbit”

Jojo Rabbit

Taika Waititis Nazisatire zeigt den Schrecken der NS-Zeit durch Kinderaugen
Deutschland in den 1940er-Jahren: Der zehnjährige Jojo (Roman Griffin Davis) liebt sein Land, die Nazis und vor allem seinen Führer. So sehr sogar, dass Adolf Hitler (Taika Waititi) persönlich als imaginärer Freund zu seinem ständigen Begleiter wird. Doch Jojos Weg zum stolzen Arier ist holprig. Bei der Hitlerjugend wird er als feiges Häschen verspottet, und bis auf seinen Freund Yorki (Archie Yates) und seine alleinerziehende Mutter Rosie (Scarlett Johansson) hat er niemanden, dem er sich anvertrauen kann. Als Jojo eines Tages ein jüdisches Mädchen (Thomasin McKenzie) in der Dachkammer entdeckt, das Rosie dort vor den Nazis versteckt, wird seine heile nationalistische Welt von einer Sekunde auf die andere völlig auf den Kopf gestellt. Schon bald muss er seine Ansichten überdenken und erkennen, dass nicht die Juden, ­sondern seine großen Helden die wahren Monster sind. In einem Interview mit dem Magazin „Esquire“ hat Regisseur Taika Waititi („Thor: Tag der Entscheidung“) erzählt, dass er Hitler in seiner Satire unbedingt als einen Hanswurst darstellen wollte. Ein Ziel, das der Neuseeländer mit seiner absurd unbeholfenen und bestechend komischen Performance definitiv erreicht hat. Mit messerscharfem, bitterbösem Humor sowie einem grandiosen Cast (u. a. Sam Rockwell und Stephen Merchant) gelingt es ihm, den Nationalsozialismus und dessen Ideologie durch den Kakao zu ziehen, ohne ihn zu verharmlosen. Zu keiner Sekunde verliert Waititi die Botschaft seiner Story aus den Augen: „Jojo Rabbit“ ist Statement gegen den Hass und ein Aufruf zur Toleranz.

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