Trailer zu ”John Wick: Kapitel 2”

John Wick: Kapitel 2

Keine Aussicht auf Ruhestand. Die Jagd auf ­den von Keanu Reeves gespielten Killer geht weiter
John Wick ist wieder da. Und seine Mission ist noch nicht beendet. Am Schluss des ersten Films hatte der aus dem Ruhestand zurückgekehrte Profi­killer (Keanu Reeves) einen neuen Hund, was ihm noch fehlte, war der Ford Mus­tang, den ihm der Sohn des russischen Mafiabosses Viggo Tarasov gestohlen hat. Und den will er sich jetzt zurückholen. „John Wick: Kapitel 2“ beginnt so furios, wie der erste Teil zu Ende ging. Und das ist auch schon das Beste, was man über dieses Sequel sagen kann. Denn Regisseur Chad Stahelski ist im Grunde nicht viel mehr eingefallen, als die Motive des Vorgängerfilms zu variieren. Der größte Schwachpunkt ist die Geschichte selbst: Nachdem John Wick auf ziemlich rabiate Art dazu gezwungen wurde, einen neuen Auftrag anzunehmen, muss er sich – zunächst in Rom, später dann in New York – gegen eine Armada von Auftragskillern zur Wehr setzen. Während die wenigsten Kampfszenen das Niveau des ersten Films erreichen, gibt es andere, die fast haargenau das Setting des ersten Teils kopieren. Der große Reiz des Originals bestand gerade darin, eine denkbar einfache Idee mit bitterer Konsequenz zu Ende zu denken: Der Tod eines Hundewelpen und ein gestohlenes Auto setzen einen Rachefeldzug in Gang, der zum Untergang eines Gangsterimperiums führt. Die Story des zweiten Teils erscheint dagegen ziemlich uninspiriert zusammengestückelt, die endlose Abfolge der nicht besonders abwechslungsreichen Prügeleien und Ballereien wirkt auf Dauer ermüdend. Regisseur Stahelski lässt keinen Zweifel daran, dass er seinen reichlich ramponier­ten Titelhelden in ein drittes Abenteuer schicken wird. Hoffentlich bleibt ihm vorher genügend Zeit für eine ordentliche Frischzellenkur, die das Franchise „John Wick“ mit neuem Leben füllt.

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