Trailer zu ”It Comes at Night”

It Comes at Night

Das Ende der Welt aus der reduzierten Perspektive einer Familie, die im Wald lebt
Wenn nachts nur etwas kommen würde: „It Comes at Night“ von Trey Edward Shults ist weniger ein Horrorfilm als ein dystopisches Kammerspiel im Wald. Der ehemalige Geschichtslehrer Paul (Joel Edgerton) lebt mit seiner Familie in einem hermetisch abgeriegelten Haus. Gleich am Anfang wird der Großvater verbrannt, der von einer mysteriösen Krankheit dahingerafft wurde, die offenbar große Teile der Menschheit befallen hat. Die Großstädte sind entvölkert, ist den kargen Dialogen zu entnehmen, die Zivilisation existiert nicht mehr. Es gibt kaum Wasser und Lebensmittel. Weitere Details über das Geschehen in der Außenwelt erfährt man nicht. Aber die Gasmasken sind jederzeit griffbereit. Die Ansteckungsgefahr erhöht sich, als die Familie des undurchsichtigen Will (Christopher Abbott) in Pauls abgeschotteter Behausung Unterschlupf sucht. Kann man den Fremden vertrauen? Oder schleppen sie die Krankheit ein? „It Comes at Night“ spielt überwiegend in engen, abgedunkelten Räumen, durch die Menschen mit funzeligen Lichtquellen irren. Das erzeugt eine ­gruselige Atmosphäre, ist aber manchmal auch erschreckend banal. Vor allem wird der reißerische Titel niemals ein­gelöst, denn nachts ist in diesem Film oft am wenigs­ten los.

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