Trailer zu ”Isle of Dogs – Ataris Reise”

Isle of Dogs – Ataris Reise

Im neuen Stop-Motion-Trickfilm von Wes Anderson werden die Hunde einer japani­schen Metropole auf eine Mülldeponie verbannt
Zu Anfang gab es nur einen Stapel von Ideen: Hunde, die sich selbst überlassen wurden, eine Müllkippe, die Zukunft. Weil Wes Anderson („Moonrise Kingdom“) und seine Co-Autoren Roman Cop­pola und Jason Schwartzman das japanische Kino lieben, haben sie die Geschichte kurzerhand nach Japan verlegt. Und da es in dem Film um sprechende Hunde geht, hat sich Anderson zum zweiten Mal nach „Der fantastische Mr. Fox“ entschlossen, einen Stop-Motion-Film zu drehen. „Isle of Dogs“ spielt in der japanischen Großstadt Megasaki, die in der nahen Zukunft von einer mysteriösen Hundegrippe heimgesucht wird. Der despotische Bürgermeister Kobayashi hat deshalb beschlossen, sämtliche Kläffer auf eine nahe gelegene Müllhalde namens Trash Island zu verbannen. Sechs Monate später landet der zwölfjährige Atari auf der Deponie, um seinen Wachhund Spots zu finden. Hier trifft er auf ein Rudel zerzauster Alpharüden, die ihn auf seiner Suche begleiten. Bei einem Stop-Motion-Film werden Puppen Bild für Bild verändert und abgefilmt. Um einen ruppigeren Look zu erreichen, verwendet Anderson nicht 24, sondern nur 12 Aufnahmen pro Sekunde. Die Perfektion computeranimierter Bilder ist ihm ein Gräuel, schwebende Wolken bestehen bei ihm aus Watte, Flüsse aus Butterbrotpapier, das mit kleinen Förderbändern zum Fließen gebracht wird. Da jegliches Bellen, wie es im Vorspann heißt, ins Englische übersetzt wurde, werden die Hunde (und einige Menschen) von prominenten Schauspielern wie Bryan Cranston oder Bill Murray gesprochen. Der visuelle Einfallsreichtum macht es allerdings fast unmöglich, sich auf die Stimmen zu konzentrieren. Nicht zu übersehen sind dagegen die politischen Anspielungen. Megasakis Bürgermeis­ter ist ein auto­ritärer Populist, der die Bevölkerung mit Fake News verunsichert und zur Ausgrenzung ganzer Rassen aufruft.

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