Trailer zu ”Hereditary – Das Vermächtnis”

Hereditary – Das Vermächtnis

Beim Sundance Film Festival wurde der Horrorthriller über ein unheilvolles Familienvermächtnis als Meisterwerk des Grauens gefeiert – zu Recht
Annie Graham (Toni Collette) ist froh, bei der Beerdigung ihrer Mutter so viele Gesichter zu sehen. Denn die Verstorbene war eine ausgesprochen schwierige Frau – schweigsam und manipulativ. Es wird eine Weile dauern, bis die trauernde Tochter begreift, wer all diese Menschen sind. Um ihren Verlust zu ver­arbeiten, besucht sie eine Selbsthilfegruppe. Hier trifft Annie auf eine hilfsbereite Witwe (Ann Dowd), die sie zu einer Séance überredet. Doch ihr Ausflug in die Welt der Geister ist nicht annähernd so grauenvoll wie die Dinge, die sich schon bald in der Realität ereignen. Wer „Hereditary“ gesehen hat, mag kaum glauben, dass sich Regisseur und Drehbuchautor Ari Aster von persönlichen Tragödien zu dieser Furcht einflößenden Geschichte inspirieren ließ. Der Film erscheint zunächst wie das Psychogramm einer dysfunktionalen Familie. Annies Kinder – der introvertierte Kiffer Peter und die geistig zurückgebliebene Charlie, die seltsame Totems bastelt und deren Skizzenbuch verstörende Bilder enthält – sind extreme Außenseiter, und ihr Mann Steve (Gabriel Byrne) wirkt auf seltsame Weise abwesend. „Hereditary“ sorgt vom ersten Moment an für ein Gefühl der Beunruhigung, das sich unaufhörlich steigert und in ein höllisches Inferno mündet. Dass Annie ihre Ängste auf ziemlich bizarre Weise verarbeitet – sie erschafft Miniaturen im Puppenhaus­format, die realen Ereignissen nachempfunden sind –, ist kein Zufall. „Die perfekten Nachbildungen“, so Regisseur Aster, „geben ihr das Gefühl, die Kontrolle über ihr Leben zu haben. Aber das ist ein Trugschluss.“ Die Grahams sind nur Spielfiguren in einem teuflischen Plan. Dem Fluch, der auf ihrer Familie lastet, können sie nicht entkommen.

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