Trailer zu ”Guns Akimbo”

Guns Akimbo

Fast so krank wie „Crank“: das Comeback von Daniel Radcliffe
Dies ist die Geschichte des schlimmsten Tages meines Lebens – des Tages, an dem ich berühmt wurde.“ Der langweilige Spieleentwickler Miles (Daniel Radcliffe) hängt depressiv in seiner Einzimmerbude ab. Miles ist Vegetarier, hat Asthma, keine Freunde und vor allem keine Freundin. Beim Daddeln provoziert er aus Frust „Skizm Goon“, den Entwickler eines angeblich echten Ballerspiels, in dem sich Fremde gegen­seitig zu Tode jagen und das von Millionen Menschen online verfolgt wird. Nur wenige Augenblicke später donnert es an Miles’ Tür: „Skizm Goon“ und zwei seiner Helfer schrauben ihm äußert brutal Pistolen an seine Hände und Unterarme und lassen ihn unfreiwillig mitspielen. Sofort macht die Rekordkillerin Nix (supercool: Samara Weaving) Hetzjagd auf den an sich friedlichen Miles. Der flieht nicht gerade praktisch bekleidet in Bademantel, Unterhose und Tigertatzen-Hausschuhen auf die Straße und läuft ausgerechnet seiner Ex Nova (Natasha Liu Bordizzo) in die Arme. Wird Miles lernen, seine Hände nicht zu benutzen – außer zum Töten? Die Idee von Drehbuchautor und Regisseur Jason Lei Howden („Deathgasm“, er war ­zuvor Effektekünstler u. a. bei der „Hobbit“-Trilogie) erinnert ein klein wenig an Jason Sta­thams Rolle in den beiden „Crank“-­Filmen – nur dass Daniel Radcliffe bewaffnet und ungefährlich (!) ist. Der bonbonbunte Actionspaß ist originell, aufgedreht, schnell und wild – und natürlich selbstiro­nisch. Nur zum Ende hin gehen ein wenig die Ideen aus. Über die Tiefe der Charaktere oder ihre Moti­vation muss man da nicht weiter sprechen. Was Daniel Radcliffe aufgrund des Drehbuchs zunächst an Uncoolness mitbringen muss, gleicht Samara Weaving („Ready or Not“) doppelt wieder aus. Selten war eine ­Figur so kaputt und sexy zugleich. Absurde Songs zur Untermalung der Actionszenen wie „You Spin Me Round“ von Dead or Alive oder „The Ballroom Blitz“ von The Sweet sorgen für zusätzlichen Spaß. Und dann lernt der Zuschauer auch noch, was ein „Ladyboner“ ist …

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