Trailer zu ”Final Portrait”

Final Portrait

Von „Shine – Der Weg ins Licht“ bis „Pirates of the Caribbean“: Geoffrey Rush hat schon viele kauzige Rollen gespielt. Jetzt verkörpert er den kapriziösen Maler Alberto Giacometti
Der Schriftsteller James Lord (Armie Hammer) ist nur auf der Durchreise, als er von seinem langjährigen Freund, dem Pa­riser Maler und Bildhauer Alberto Giacometti (Geoffrey Rush) gefragt wird, ob er sich von ihm malen lassen wolle. Nur zwei, drei Stunden werde es dauern, ihn zu porträtieren. Lord fühlt sich geschmeichelt, ohne zu ahnen, worauf er sich eingelassen hat. Die Selbstzweifel des verheirateten Künstlers („Ein echter Freund würde mir raten, das Malen aufzugeben“), seine Launen und seine Ungeduld, aber auch seine Affäre mit einer jungen Prostituierten führen zu ständigen Unterbrechungen. Und jedes Mal, wenn das Porträt fast fertig ist, wird es von Giacometti wieder übermalt. Stanley Tuccis fünfte Regiearbeit basiert auf James Lords Memoiren „A Giacometti Portrait“. Mit feinem Humor entwirft er das Bild eines verschrobenen Egozentrikers, den Geoffrey Rush mit zerzausten Haaren, ausgebeultem Sakko und unbändiger Spiel­freude verkörpert. Noch beeindruckender ist die Detailgenauigkeit, mit der Giacomettis Atelier in den Londoner Twickenham Studios nachgebaut wurde. Verwitterte Holzbalken, blinde Fensterscheiben, staubige Regale – Tuccis „Final Portrait“ wirkt mit seinen gedeckten Farbtönen in vielen Einstellungen selbst wie gemalt.

DIESEN FILM WÄHLEN