Trailer zu ”Fahrenheit 11/9”

Fahrenheit 11/9

Michael Moore („Bowling for Columbine“) zeigt, warum sich die US-Linke erneuern muss
Wie zur Hölle konnte es so weit kommen? Diese Frage stellt Michael Moore zu Beginn dieses Dokumentarfilms, dessen Titel auf sein Werk „9/11“ anspielt. So weit, dass ein Tyrann, Lügner und Rassist am 9. November 2016 zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt werden konnte. All das ist Donald Trump nach Ansicht des provokanten Filmemachers. Allerdings befasst sich Moore nur in den ersten 25 Minuten konkret mit dessen groteskem Wahlkampf, es geht ihm um mehr. Eine seiner zentralen Thesen lautet: Das System war bereits kaputt, bevor Trump sich anschickte, die politische Welt zu erschüttern. Trump ist also ein Symptom, nicht die Ursache. Im Vergleich zu früheren Filmen hält sich der Oscar-Preisträger zurück. Er zeigt eindringliche Beispiele für das Systemversagen und fragt nach, lässt aber vor allem andere Menschen zu Wort kommen, die Amerika retten sollen. Streikende Lehrer oder die für strengere Waffengesetze eintretenden Schüler der Highschool in Parkland, Florida. Wobei: „Das Amerika, das ich retten will, hat es noch gar nicht gegeben“, betont Moore. Seiner ­Ansicht nach tragen die Demokraten einen gehörigen Anteil Ver­antwortung daran. Entsprechend bekommen sie ihr Fett weg. Allen voran die Führungsspitze um Nancy Pelosi, aber auch die Ex-Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama. Keine Frage, „Fahrenheit 11/9“ ist mehr als ein Witz auf Kosten des orange­gesichtigen US-Präsidenten.

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