Trailer zu ”Elle”

Elle

Oscar-nominiert: Isabelle Huppert ist immer noch unergründlich weiblich
Mit Filmen wie „RoboCop“ und „Total Recall“ zählte Paul Verhoeven zu den einflussreichsten Filmemachern der späten 80er- und frühen 90er-Jahre. Sein Erotikthriller „Basic Instinct“ begründete den Ruhm von Sharon Stone als eiskalte Femme fatale. Unterkühlt und unnahbar wirkt auch Isabelle Huppert in „Elle“, dem überraschenden Comeback des Re­­gis­seurs, der in den letzten 15 Jahren kaum noch gedreht hat. Der Film beginnt mit einer Vergewaltigung. Michèle (Huppert), die mit ihrer Freundin Anna eine Computerspielfirma betreibt, wird in ihrem Haus von einem maskierten Mann überfallen. Auf dieses Ereignis reagiert sie so gelassen, dass man zunächst an eine heimliche Verabredung zu einem bizarren Rollenspiel glaubt. So rätselhaft und unberechenbar wie ihr Verhalten ist auch der Film, der auf dem Roman „Oh …“ von Philippe Djian („Betty Blue“) basiert und auf subtile Weise mit unseren Sehgewohnheiten spielt. Michèle ist die Tochter eines verurteilten Massenmörders, doch ist dieses Kindheitstrauma auch der Grund für ihre Gefühlskälte? Verhoeven zeichnet das abgründige Psychogramm einer kühl berechnenden Karrierefrau. Ihr Exmann, ihr Sohn und ihr Liebhaber (Christian Berkel) wissen zur Genüge, dass man ihr als Mann kaum gewachsen ist. Nur ihr Vergewaltiger ahnt noch nicht, worauf er sich eingelassen hat.

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