Trailer zu ”Eine moralische Entscheidung”

Eine moralische Entscheidung

Ein iranischer Arzt will herausfinden, ob er den Tod eines Jungen verursacht hat
Schuld und Moral spielen im iranischen Kino eine zentrale Rolle. In „A Man of Integrity“ (Heft 5/91) kämpft ein Kreditnehmer gegen Korruption und Vetternwirtschaft. Asghar Farhadi schildert in „The Salesman“ (Heft 2/17) den selbstzerstörerischen Versuch eines Man­nes, seine Ehre wiederherzustellen. Und auch Vahid Jalilvands „Eine moralische Entscheidung“ handelt von einem Gewissenskonflikt. Der achtjährige Amir wird bei einem Verkehrsunfall am Kopf verletzt. Der Gerichtsmediziner Kaveh Nariman, der das Motorrad der Familie gerammt hat, bittet den Vater des Jungen, sofort ins Krankenhaus zu fahren. Doch erst am nächsten Morgen wird der im Sterben liegende Amir in die Klinik eingeliefert. Als Todesursache wird eine Lebensmittelvergiftung diagnostiziert. Während der verzweifelte Vater auf Rache sinnt, beginnt Nariman, am Ergebnis der Obduktion zu zweifeln. Die ruhigen, dokumentarisch anmuten­den Bilder und die Authentizität der Darsteller verleihen diesem stillen Drama eine erzählerische Kraft, die beispielhaft ist für das iranische Kino.

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