Trailer zu ”Ein Sack voll Murmeln”

Ein Sack voll Murmeln

Als die Nazis Paris besetzen, müssen zwei jüdische Kinder ohne ihre Eltern fliehen
Auf dem Heimweg wird der zehnjährige Joseph von einem Mitschüler gefragt, ob er seinen gelben Stern nicht gegen einen Beutel Murmeln tauschen wolle. Der Junge geht auf das Angebot ein, vor den Nazis muss er sich allerdings auch weiterhin in Acht nehmen. Weil das Leben in Paris zu gefährlich geworden ist, wollen seine Eltern in den noch unbesetzten Teil Frank­reichs fliehen. Doch eine gemeinsame Reise der ganzen Familie wäre zu riskant, deshalb soll sich Joseph mit seinem drei Jahre älteren Bruder Mau­rice allein auf den Weg machen. Dies ist der Beginn eines lebensgefährlichen Abenteuers, das erst Jahre später enden wird. „Ein Sack voll Murmeln“ basiert auf den Kindheitserinnerungen des 1931 geborenen Joseph Joffo. Die lichtdurchfluteten Bilder wirken manchmal zu schön, um wahr zu sein. Diese Makellosigkeit lässt die schmerzlichen Ereignisse in ei­nem etwas zu milden Licht erscheinen. Dennoch ist es Chris­tian Duguay („Jappeloup“) gelungen, das be­drückende Thema des Nationalsozialismus für ein jüngeres Publikum spannend und emo­tional nachvollziehbar aufzubereiten. Dieses Verdienst ist ihm nicht hoch genug anzurechnen.

DIESEN FILM WÄHLEN