Trailer zu ”Doch das Böse gibt es nicht”

Doch das Böse gibt es nicht

Der Episodenfilm aus dem Iran war der große Gewinner der diesjährigen Berlinale
Mohammad Rasoulof, der in Filmen wie „Manuscripts Don’t Burn“ (2015) und „A Man of Integrity“ (2017) von staatlicher Willkür und Unterdrückung im Iran berichtet, wird vorgeworfen, „Propaganda gegen die muslimische Regierung zu verbreiten“. Im September 2019 wurde er zu einer ­Gefängnisstrafe verurteilt, die bis auf Weiteres zur Bewährung ausgesetzt wurde. Doch Rasoulof war nicht bereit zu schweigen. Heimlich drehte er einen neuen Film, der in diesem Jahr im Wettbewerb der Berlinale zu sehen war. „Doch das Böse gibt es nicht“ erzählt in vier unterschiedlichen Episoden von der Todesstrafe im Iran. Sie handeln von persönli­cher Verantwortung, moralischer Schuld und Integrität. Es sind einfache Geschichten, doch die Wahrhaftigkeit, mit der sie erzählt werden, wirkt lange nach. Das sah auch die Jury der Berlinale so, die „Doch das Böse gibt es nicht“ mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet hat. Die Antwort der Mullahs ließ nicht lange auf sich warten: Am 4. März erhielt Moham­mad Rasoulof die Aufforderung, seine Haftstrafe anzutreten.

DIESEN FILM WÄHLEN