Trailer zu ”Die Verlegerin”

Die Verlegerin

Meryl Streep und Tom Hanks verteidigen die Pressefreiheit gegen den ­polternden US-Präsidenten Richard Nixon
Als lokale Tageszeitung kämpft die „Washington Post“ 1971 um landesweite Bedeutung. Verle­gerin Katharine „Kay“ Graham (Oscar-Nominierung für Meryl Streep) hat es als Nachfolgerin ihres verstorbenen Ehemanns schwer, im männlich dominierten Blattmacherumfeld ernst genommen zu werden. Zudem wird gerade der Börsengang vorbereitet, potenzielle Investoren sollen nicht verschreckt werden. Da stößt ihr resoluter Chef­redakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) zusammen mit der „New York Times“ auf die „Pentagon Papers“, einen Leak von erheblichem Ausmaß: Geheimdokumente, die den US-Einsatz im Vietnamkrieg und damit vier US-Präsidenten betreffen, auch den aktuellen: Richard M. Nixon. Der schießt bald aus allen Rohren, um die Zeitungen von der Veröffentlichung abzuhalten. Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ erzählt die packende Vorgeschichte zur Watergate-Affäre. Zugleich gelingt dem Starregisseur ein eindrucksvolles Porträt der Zeit und Gesellschaft, der politischen wie media­len Machtverhältnisse. Nicht ohne Pathos, wie immer bei Spielberg, dialog­lastig im besten Sinn, grandios gespielt und mit viel Liebe zum (retrospektiven) Detail inszeniert, wenn zum Beispiel das gesamte Redak­tionsbüro vibriert, als in einem unteren Stockwerk die Druckmaschinen angeworfen werden.

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