Trailer zu ”Die untergegangene Familie”

Die untergegangene Familie

Regisseurin María Alché erzählt leise von einem lauten Schmerz: dem Verlust
Marcela (Mercedes Morán) ist verheiratet, Mutter dreier halbwüchsiger Kinder – und vor allem eins: verloren. Ihre Schwes­ter Rina ist gestorben. Was bleibt, sind eine Aufgabe – der Hausstand von Rina muss aufgelöst werden – und ein erschütterndes Gefühl, das Leid, einen geliebten Menschen zu verlieren. Während sich Marcela innerlich immer mehr von ihrer Familie zu entfernen scheint, hilft offenbar ausgerechnet die Nähe eines Fremden. Es braucht nicht immer den großen Ausdruck, um tiefe Emotionen zu ver­mitteln. Das zeigt das Spielfilmdebüt von María Alché, die für ihr berührendes ­Drama 2018 den Horizontes Award auf dem San Sebastián International Film ­Festival verliehen bekam. Ganz leise schildert die Regisseurin die Reise einer Trauernden, in deren Verlauf die Grenze zwischen Rea­lität und Illusion immer wieder verschwimmt. Der argentinische Film zeichnet dabei ein gleicher­maßen verwirrendes wie verworrenes Bild, das die Realität von Trauer nur überdeutlich macht.

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