Trailer zu ”Die irre Heldentour des Billy Lynn”

Die irre Heldentour des Billy Lynn

Ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben versucht ein amerikanischer Soldat, seinen Kameraden zu helfen. In der Heimat wird er daraufhin als Held gefeiert
Basierend auf dem gleichnamigen Roman des US-Autors Ben Fountain schildert der neue Film von „Brokeback Mountain“-Regisseur Ang Lee die verlogene Heldenstory eines amerikanischen Soldaten. Der 19-jährige Texaner Billy Lynn (Joe Alwyn) dient als Soldat im Irak, wo er während eines Feuergefechts mit dem Feind sein eigenes Leben riskiert, um das seines Vorgesetzten (Vin Diesel) zu retten. Sein Mut führt zu einem Fronturlaub, in dem er und seine Kameraden sich plötzlich als Hauptdarsteller in einer realitätsfernen Heldeninszenierung wiederfinden. „Amerika ist kein Land, Amerika ist ein Geschäft“, sagt die Figur von Brad Pitt in „Killing Them Softly“. Regisseur Ang Lee unterstreicht diesen Satz mit seiner Gesellschaftssatire, die gut gemeint, aber lähmend langsam daherkommt, sodass man sich im Kino immer mal wieder bei einem Blick auf die Uhr ertappt. Der Botschaft vom fragwürdigen Krieg, der in der Heimat, wo alles seinen gewohnten Gang geht, als große Unterhaltungsshow verkauft wird, gelingt es kaum, den Zuschauer vollkommen in seinen Bann zu ziehen und zu berühren. Große Aufreger gibt es wenige, und auch das Feindbild in Person von Steve Martin schürt keine großen Emotionen.

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