Trailer zu ”Der verlorene Sohn”

Der verlorene Sohn

Der Sohn eines Baptistenpredigers soll in einem religiösen Programm von seiner Homosexualität „geheilt“ werden
Nachdem seine Eltern herausfinden, dass er Männer anziehend findet, muss sich der 19-jährige Jared (Lucas Hedges) zwischen seiner Sexualität und der Familie entscheiden. Seine Eltern (Russell Crowe, Nicole Kidman) überreden ihn schließlich zur Teilnahme an einem religiösen Umerziehungsprogramm, das von dem selbst ernannten Therapeuten Victor Sykes (Joel Edgerton) geleitet wird und dessen unmenschliche Sitzungen den jungen Mann an den Rand der Verzweiflung bringen. Schauspieler Joel Edgerton („Warrior“) ­erzählt in seiner zweiten Regiearbeit nach „The Gift“ die wahre Geschichte von Garrard Conley, der seine Erlebnisse während einer Reparativtherapie vor vierzehn Jahren in dem Buch „Boy Erased“ niederschrieb. Dabei wählt Edgerton ebenso ruhige wie eindringliche Bilder, die mit dem leidenschaftlichen Spiel der Darsteller – allen voran Lucas Hedges („Ben Is Back“) – eine ungeheure Wucht entfalten. Der Film stellt die Absurdität einer Therapie in den Mittelpunkt, die noch immer in 36 Bundesstaaten der USA erlaubt ist. Gleichzeitig vermeidet es Edgerton jedoch, die Verantwortlichen des Programms als herzlose Tyrannen darzustellen. Die Unsicherheit und Verwirrung, die Jared viele Jahre lang begleiteten, spiegeln sich auch im Verhalten derjenigen wider, die ihn mit allen Mitteln verändern wollen.

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